Monika Seyrl

Obfrau Verein Forum Reggio-Pädagogik Österreich

PädagogInnen müssen in erster Linie neugierig sein, davon bin ich überzeugt. Neugierig auf die Kinder, die Eltern, die Umgebung und auf die KollegInnen. Neugierig und praxisorientiert.

Mit Neugier entsteht Offenheit und aus der Offenheit ein Zugang zur Kleinkindpädagogik der nicht stehen bleibt sondern sich ständig weiter entwickelt, so wie unser gesamtes Lebensumfeld es tut.

Neugierig war ich schon mein ganzes Leben lang. Neugierig auf Menschen, Länder und Kulturen. Mit dieser Neugier hab ich schon immer Privates und Berufliches verbunden. Lange Auslandsaufenthalte in den USA, der Schweiz und in Griechenland haben meinen Horizont erweitert und gleichzeitig bestätigt, dass Pädagogik mein zentrales berufliches Interesse ist. Kindergärnterinnenausbildung und drei Montessoridiplome sowie unzählige Fortbildungen konnten meine Neugier in diesem Gebiet aber nicht stillen. Gerade weil die Praxis dabei nicht zu kurz kam.

In der italienischen Stadt Modena hat mich die Neugier vor einigen Jahren auf Einladung des zuständigen Stadtrates in Kindertageseinrichtungen geführt, die einen damals für mich neuen, kreativen und ungemein inspirierenden Zugang hatten. Mein Interesse an Reggio-Pädagogik war geweckt.

Mehrere Besuche in Reggio Emila, unzählige Gespäche reihenweise Bücher und praktische Erfahrungen später bin ich mir sicher, dass Reggio-Pädagogik jener Zugang zum Wesen und der Entwicklung von Kindern ist, der meinen Vorstellungen entspricht.

Und ich freu mich, dass mehr und mehr Menschen in Österreich beginnen meine Neugier zu teilen.