Reggio-Pädagogik

Die Reggio-Pädagogik ist in der italienischen Stadt Reggio Emilia entstanden und ist ein zeitgemäßes, entwicklungsadäquates, internationales Konzept. Sie fördert die kreativen Potenziale der Kinder "100 Sprachen – 100 Welten" und setzt dabei auf Anregungen, die die alltägliche, uns umgebende Welt bietet. Die Lernprozesse des Kindes, sein selbstbestimmtes Handeln, seine Teilnahme an gesellschaftlichen und kulturellen Prozessen sowie die Übernahme von Verantwortung münden in individuelle Selbst- und Weltdeutung, die in dem bildungspolitischen Ansatz von Reggio Emilia verankert sind. Neben demokratiepolitischen Ansätzen wird kreatives Handeln, künstlerische Tätigkeit und Bildung für nachhaltige Entwicklung in den Mittelpunkt der pädagogischen Arbeit gestellt.

Grundsätzliche Orientierungspunkte der Reggio-Pädagogik sind ein humanistisches Menschenbild und eine demokratische Gesellschaftsvorstellung. Ein bewusster Umgang mit der Ressource Kreativität ist ein bildungspolitisches Ziel ersten Ranges. Dabei ist Kreativität als eine einheitliche Kompetenz zu verstehen, die im Leben zur persönlichen als auch zur gemeinsamen sowie zu gesellschaftlichen Gestaltungsmöglichkeiten beiträgt. Wichtigster Inspirator des Konzepts war der Pädagoge und Psychologe Dr. Loris Malaguzzi.

Die Reggio-Pädagogik zeichnet sich durch die Modernität ihrer theoretischen Überlegungen und ihrer praktischen Umsetzung sowie durch dialogische Auseinandersetzung aus. Durch die Vernetzung von Kunst und Kultur mit Bildung und Politik innerhalb eines partizipativen Ansatzes wurde dieses pädagogische Konzept mittlerweile international wegweisend für BildungspolitikerInnen, BildungswissenschaftlerInnen, KulturvermittlerInnen, (Elementar-)PädagogInnnen, LehrerInnen, KunstpädagogInnen, KünstlerInnen, ArchitektInnen, ...